Als "Pausenzeitung" für Dritt- und Viertklässler der ländlichen Volksschulen wurde ein Projekt gestartet, welche die Kinder im jungen Alter schon zum lesen fördern sollte.

Allerdings hat ein kritischer Bericht über den türkischen Bundespräsidenten Recep Tayyip Erdogan die Kinder, sowie deren Eltern zum Staunen gebracht. Aus der, von einem bekannten Ländle Verleger zum Leben gerufene Projekt, wurde eher eine anti Erdogan Propaganda. Viele türkisch stämmige Familien haben sich über die verantwortungslose Haltung der Ländle Zeitung aufgeregt.

Ein Schüler Vater (will namentlich nicht genannt werden) schildert die Situation; "Meinem Kind in der vierten Klasse wurde die Pausenzeitung in die Hände gedrückt. Er sollte es lesen, dürfe es aber ja nicht mit nach Hause nehmen. Weil mein Sohn ein Bild des türkischen Bundespräsidenten in der Zeitung sah nahm er es trotzdem mit nach Hause und fragte mich was da steht. Als ich den Bericht in der Zeitung sah, war ich erschüttert. Politische Konflikte in die Schule zu bringen und diese an minderjährige zu präsentieren ist nicht akzeptabel", so der Erziehungsberechtigte.

In der "Pausenzeitung" wird über Frankreich, und über dort bevorstehende Wahlen berichtet, ohne darüber etwas schlechtes zu nennen. Auch über andere EU Länder stehen Berichte in neutraler Form. Nur Erdogan wird als schlechter, dickköpfiger und feindseliger Politiker dargestellt.

Inhalt der in der "Pausenzeitung" erschienenes Bericht:

Türkei. Leute die nicht seiner Meinung sind duldet der Türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan nicht. In den letzten Monaten hat er viele seine Gegner ins Gefängnis sperren lassen. Erdogan bekämpft aber nicht nur seine Feinde im Land, sondern arbeitet auch daran, seine Macht als Präsident zu vergrößern. Er möchte in Zukunft wichtige Gesetze und Regeln alleine bestimmen und Politiker, die gegen ihn sind, einfach entlassen können. Um als Präsident mächtiger zu sein, muss aber zuerst die Verfassung des Landes geändert werden. Die Verfassung ist das größte Gesetzbuch des Landes. Am 16 April lässt Erdogan das Volk darüber abstimmen, ob der Türkische Präsident in Zukunft mehr macht haben soll oder nicht.

Bezüglich des Berichtes wurde die Amtsführende Präsidentin des Landesschulrates für Vorarlberg, die Frau Dr. Bernadette Mennel von unserer Seite aus angerufen bzw. per Mail kontaktiert und ihre Meinung darüber gefragt.

Landesrätin Dr. Mennel hat uns per Mail mitgeteilt das Sie die zuständige Abteilung des Landesschulrates mit bitte beauftragt hat die Sache zu überprüfen.

Auf Anfrage bei der zuständigen Landesschulrat wurde mitgeteilt das die Landesschulinspektorin den Auftrag zu Überprüfung erhalten hat. Die Pausenzeitung sei als Probeausgabe in ganz Österreich gratis verteilt worden. Die inhaltliche Verantwortung liege dabei bei der zuständiger Nachrichten Agentur, so Landesschulinspektorin, Karin Engstler.

 

 

 

 

(AA)

 

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